Exkursionen

Auslandsexkursionen 2018


Juli 2018:

Archäologie und Geschichte in Südengland v. 06.-15.07.2018 (10 Tage)
Leitung: Helga Brandt
geplanter Ablauf und Informationen im Mitteilungsblatt 2017/2 ab S. 10 ff.


September / Oktober 2018:

Latium - auf den Spuren der Etrusker und Römer v. 17.-26.09.2018 (10 Tage)
Leitung: Dr. Matthias Quast, begleitet von Dr. Marcus Meyer

  1. Termin v. 17.-26.09.2018
  2. Termin v. 19.-28.10.2018 (neu !)

geplanter Auflauf und Informationen im Mitteilungsblatt 2017/2 ab S. 14 ff.


Aktueller Hinweis (Stand Jan. 2018):
Die Exkursion "Südengland" ist leider ausgebucht. Falls Sie trotzdem Interesse haben, lassen Sie sich doch auf die bestehende Warteliste setzen.
Die Exkursion "Latium" konnte aufgrund der hohen Nachfrage um einen weiteren Termin im Oktober 2018 ergänzt werden. Dieser zweite Termin wurde kurzfristig ins Angebot genommen. Bei beiden Terminen sind noch wenige Plätze frei. Zur Anmeldung nutzen Sie dazu gerne das -> Anmeldeformular


Tagesexkursionen 2018


-> Samstag, 17. März 2018

Leitung:  Dr. Jonathan Scheschkewitz, Esslingen
Abfahrt:  am 17. März 2018 um 9:00 Uhr in Stuttgart*
Preis:     40 € pro Person / Im Preis enthalten: Busfahrt, Führung, Eintritte

Schriftliche Anmeldung bis 02.03.18 an die Gesellschaft -> Anmeldeformular
* der genaue Treffpunkt wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben.

„41 Minuten – Auf archäologischem Gleis über die Schwäbische Alb“ …

… lautet der Titel einer Ausstellung, die bis 8. April 2018 im Ulmer Museum zu sehen sein wird. Von 2010 bis 2016 untersuchten Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege die Flächen für die neue ICE-Trasse zwischen Ulm und Stuttgart und parallel dazu diejenigen für den Ausbau der A 8 zwischen Hohenstadt und Ulm. Ein Schatz keltischer Silbermünzen am Rand der Autobahn – das ist nur einer von vielen archäologischen Entdeckungen. Die Ausgrabungen erbrachten einzigartige Einblicke in die Besiedlungsgeschichte der Schwäbischen Alb von der Jungsteinzeit bis in das hohe Mittelalter.

Nach der Besichtigung der Ausstellung im Ulmer Museum wird Dr. Jonathan Scheschkewitz bei einem Rundgang durch die Ulmer Innenstadt zu den Orten der Ulmer Stadtarchäologie führen und einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Ulmer Befestigungssystems legen. Seit dem Mittelalter zählt die Stadt Ulm zu den herausragenden Städten Süddeutschlands.

Aufgrund der Bedeutung Ulms als karolingischer Pfalzort und Hauptstützpunkt der Staufer sowie eine der mächtigsten Reichsstädte im Spätmittelalter ist die Stadt seit über 30 Jahren einer der Schwerpunkte der Mittelalterarchäologie im Landesamt für Denkmalpflege. Mittlerweile erlauben eine Vielzahl an archäologischen Ausgrabungen in der Altstadt Einblicke in die komplexe Besiedlungsgeschichte, aber eben auch in die fortwährende Weiterentwicklung der Stadtbefestigung von Graben-Wall-Systemen zum komplexen Festungsbau.

Als einer der jüngsten Maßnahmen wurde rund um die mittelalterliche Stadt Ulm von 1842 – 1859 die Bundesfestung Ulm erbaut, eine der größten Festungsanlagen Europas. Der Festung waren Forts vorgelagert. Aus der topografischen Lage heraus wurden mit den Forts in Ulm markante Höhen über der Stadt gesichert. Zum Abschluss der Exkursion werden unter kundiger Führung des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V. Teile dieser Bundesfestung Ulm besichtigt.

Zur Person: Dr. Jonathan Scheschkewitz, Gebietsreferent Archäologische Denkmalpflege und Schwerpunktgrabungen sowie stellvertretender Referatsleiter im Landesamt für Denkmalpflege.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


-> Samstag, 21. April 2018

Drei Limeskastelle und ein Schatzfund – Weißenburg, Burgsalach, Ellingen

Leitung: Dr. Martin Kemkes, Raststatt
Abfahrt: am 21. April 2018 um 8:00 Uhr in Stuttgart*
Preis:    40 € pro Person / Im Preis enthalten: Busfahrt, Führung, Eintritte

Schriftliche Anmeldung bis 31.03.18 an die Gesellschaft -> Anmeldeformular
* der genaue Treffpunkt wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben.

Die letztjährige Neueröffnung des Römermuseums Weißenburg mit dem berühmten Schatzfund, der 1979 in einem Spargelbeet entdeckt wurde, ist für uns der Anlass zu einer Tagesexkursion an den bayerischen Limes.

Am westlichen Rand des heutigen Weißenburgs liegen das ehemalige römische Kastell Biriciana mit seinem rekonstruierten Nordtor und die sehr gut erhaltenen römischen Thermen, die zu den größten ihrer Art in Süddeutschland zählen. Der 1983 eröffnete Schutzbau erhielt 2012 ein neues Eingangsgebäude mit moderner multimedialer Ausstattung.

In der ehemaligen Reichsstadt Weißenburg ist in der Mittagspause Zeit für eine Stärkung. Am Nachmittag geht es dann an die wenige Kilometer entfernte Limeslinie beim heutigen Burgsalach.

Das dort gelegene Kleinkastell für rund 100 Soldaten mit seiner ungewöhnlichen Architektur wurde erst im 3. Jahrhundert n. Chr. gegründet und gehört somit zu den jüngsten Militäranlagen am Limes. Zum Abschluss besuchen wir noch das knapp vier Kilometer nördlich von Weißenburg gelegene Kastell Ellingen / Sablonetum. Der Kastellbereich sowie angrenzende Teile des Vicus wurden in den 1980er Jahren ausgegraben und archäologisch erforscht. Im Anschluss wurde das Kastell im Bereich der Nordfront mit Tor und Ecktürmen rekonstruiert.

Zur Person: Dr. Martin Kemkes, Leiter Ref. Provinzialrömische Archäologie und römische Zweigmuseen des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------


-> Samstag, 05. Mai 2018

Archäologischer Ausflug ins Neckartal zwischen Nürtingen und Rottenburg

Leitung: Prof. Dr. Dieter Planck, Stuttgart
Abfahrt: am 5. Mai 2018 um 8:00 Uhr in Stuttgart*
Preis:    40 € pro Person / Im Preis enthalten: Busfahrt, Führung, Eintritte

Schriftliche Anmeldung bis 20.04.18 an die Gesellschaft für Archäologie -> Anmeldeformular
* der genaue Treffpunkt wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben.
HINWEIS (Stand: März 2018): Die Exkursion ist bereits ausgebucht, es wird aber eine Warteliste geführt. Nutzen Sie auch dafür bitte das Anmeldeformular. Werden Plätze frei, werden Sie kurzfristig benachrichtigt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Planck führt diese Exkursion ins Neckartal zu archäologischen Denkmalen.

Zunächst wird die in Nürtingen-Oberensingen 1988 bei Bauarbeiten entdeckte villa rustica besucht. Diese wurde um 100 n. Chr. angelegt und hat merkwürdige Verwerfungen. Auf der Weiterfahrt ist der nächste Halt in Pliezhausen. Am Standort der heutigen Pliezhäuser Martinskirche befand sich ursprünglich ein altes römisches Heiligtum. Daran erinnert noch heute ein Relief an der Westfront des Kirchenschiffes, das den römischen Gott des Handels Merkur in liegender Position darstellt. Bei Kirchentellinsfurt wurden in der Nähe des heutigen Parkplatzes am Baggersee ab 1859 Teile eines in den nördlichen Provinzen und besonders rechts des Rheins außerordentlich seltenen Pfeilergrabmals gefunden. 1937 konnten weitere Teile – Mauerwerk, Skulpturen, mehrere Köpfe männlicher
Statuen und Reliefbruchstücke – entdeckt werden.

Abgüsse der bedeutendsten Teile – Löwe, Sphinx und Attiskopf mit phrygischer Mütze – sowie Originalteile des „Daches“ sind an der B 27, ca. 0,8 km westlich des Fundorts aufgestellt und werden durch Tafeln erläutert. Weitere Stationen sind der Menhir von Weilheim, ein 1985 im Ortsteil Weilheim von Tübingen im Erdreich entdeckter Menhir aus der frühen Bronzezeit, und der rekonstruierte hallstattzeitliche Grabhügel bei Kilchberg mit einem originalen Steinkreis.

Die Mittagspause ist in der Brauereigastatätte zur Krone in Remmingsheim vorgesehen.

Auf dem Weg nach Sülchen machen wir Halt am Gelben Kreidebusen in Rottenburg. Von dort hat man einen sehr guten Überblick über die Topographie des römischen Rottenburgs. Die jüngste Restaurierung der Sülchenkirche (2011 – 2017) brachte aufsehenerregende Funde zutage und leitete eine intensive archäologische Erforschung ein. Unter den Fundamenten der spätmittelalterlichen Kirche stieß man auf Reste von mehreren Vorgängerbauten, die bis in das 7. Jahrhundert zurückreichen. Die Sülchenkirche ist das letzte stehende Gebäude der ehemaligen Siedlung Sülchen im Nordosten der Stadt. Die Siedlung selbst ist vermutlich im 13. Jahrhundert abgegangen. Frau Dr. Ade, die das neue Museum unter der Sülchenkirche eingerichtet hat, wird durch die Ausstellung führen. Letzte Station unserer Fahrt ist der Kirchberg bei Reusten. Bei Grabungen wurden hier jungsteinzeitliche und vor allem bronzezeitliche Siedlungen entdeckt. Die ältesten Funde lassen sich bis ungefähr 4.500 v. Chr. zurückdatieren. Außerdem befand sich auf dem Kirchberg eine mittelalterliche Burg, von der heute noch Wallanlagen zu sehen sind.

Zur Person: Prof. Dr. Dieter Planck, Ehrenvorsitzender der Gesellschaft für Archäologie und ehemaliger Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege.


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

-> Sonntag, 17. Juni 2016 (ein Angebot der VHS Schwäbisch Gmünd)

Tagesfahrt zum Weltkulturerbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" (G101143)

Leitung: Conny Meister, M.A., Esslingen begleitet von Dr. Manfred Baumgärtner, Schwäbisch Gmünd
Abfahrt: am 17.06.18 um 8:00 Uhr in Schwäbisch Gmünd, Treffpunkt Parkplatz St. Katharina
Preis:    59 € pro Person / Im Preis enthalten: Busfahrt, Führung, Eintritte

Schriftliche Anmeldung bis 07.06.18 über die VHS Schwäbisch Gmünd, Münsterplatz 15 , 3525 Schwäbisch Gmünd
Telefon 07171 92515-0, Telefax 07171 92515-26, E-Mail: info@gmuender-vhs.de

HINWEIS (Stand: 20.03.2018): Die Exkursion ist bereits ausgebucht, es werden aber ggf. Restplätze durch Absagen von angemeldeten Teilnehmern vergeben. Setzen Sie sich dazu bitte mit derr VHS Schwäbisch Gmünd in Verbindung.

... aus dem Programm der Gmünder VHS, 1. Semester 2018: Am 17.06.18 bietet Herr Conny Meister eine Tagesfahrt zum Weltkulturerbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" an. Nach dem von ihm geführten Besuch des Urgeschichtlichen Museums in Blaubeuren und anschließendem Mittagessen, Fahrt zum altsteinzeitlichen Fundplatz Geissenklösterle oder zum Sirgenstein mit Begehung der Fundstelle. Den Abschluss bildet eine Führung mit Erläuterungen zur Forschungsgeschichte und zur Eiszeitkunst in der Höhle Hohle Fels bei Schelklingen.

Zur Person: Conny Meister, M.A. ist im Fachgebiet Welterbemanagement des Landesamtes für Denkmalpflege der Ansprechpartner für das UNESCO-Welterbe Eiszeithöhlen. Dr. Manfred Baumgärtner ist Mitglied des Arbeitskreises Archäologie Schwäbisch Gmünd und organisiert die Vortragsreihen zur Archäologie der VHS GD.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------